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Johann Wolfgang von Goethe

Biografie

Erwachsenenalter

Johann Wolfgang von Goethe Im Jahre 1771 startet Johann Wolfgang von Goethe ins Berufsleben als Jurist. In seiner Heimatstadt Frankfurt grndet er eine eigene Kanzlei. Dieser Ttigkeit als Jurist widmet er sich insgesamt vier Jahre. Ende des Jahre 1771 entsteht sein Drama "Gtz von Berlichigen", welches wohl zu der damaligen Zeit das erste Werk war, welches der Sturm und Drang-Epoche zugeordnet werden kann. Vor allem bei jngeren und innovativen Poeten erfreut es sich groer Beliebtheit.

Im Jahre 1772 mach Johann Wolfgang von Goethe Bekanntschaft mit Charlotte Buff, in die er sich verliebt. Doch die ist dummerweise mit Christian Kestner verlobt. Diese unerfllte Liebe inspiriert ihn schlielich zu seinem Werk "Die Leiden des jungen Werther". Beruflich absolviert er in diesem Jahr zudem ein Praktikum am Reichskammergericht.

Nach dem Werk "Prometheus" entsteht 1773 eine erste nicht verffentlichte Version des "Faust". Goethe ist in diesen Jahren wohl auf seinem schpferischen Hhepunkt. "Die Leiden des jungen Werther" wird 1774 endlich verffentlicht und erfreut sich groer Beliebtheit. Im gleichen Jahr verffentlicht er zudem die Werke "Clavigo", "Stella" und "Schauspiel fr Liebende".

Es erfolgen die ersten Singspiele Erwin und Elmire und Claudine von Villa im Jahre 1775. Das Jahr 1776 treibt Goethe, der mittlerweile 27 Jahre alt ist, in eine neue Richtung. Er startet nun eine politische Karriere als Mitglied des obersten Regierungsgremiums des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, den er kurz zuvor kennen gelernt hatte. Vor allem der Adel war seiner politischen Karriere nicht gerade zugeneigt, da Goethe zu diesem Zeitpunkt selber noch nicht adelig war. Um dem zu entgehen, wird er schlielich ebenfalls in den Adelsstand erhoben. Goethes Gauptanliegen ist es zunchst, die maroden Staatsfinanzen durch Einsparungen bei der Armee in den Griff zu bekommen.

Im Jahr 1777 lernt er Charlotte von Stein kennen, in die er sich verliebt. 1779 erfolgt die Verffentlichung von "Iphigenie auf Tauris". Ab 1780 widmet sich Goethe schlielich auch der Wissenschaft. Er befasst sich mit Naturforschungen, worber er in spteren Jahren auch noch schreibt.

Seine politische Karriere verluft weiter erfolgreich. 1782 wird er Finanzminister. Seine ganzen Anstrengungen gelten weiter dem Schuldenabbau.

Aber auch in diesen Zeiten seiner "Nebenttigkeit" widmet sich Goethe weiter der Schriftstellerei. So folgt 1783 z. B. das Gedicht "Ilmenau". 1784 verffentlicht er in einem Aufsatz mit dem Titel "ber den Granit in Verbundenheit" Ergebnisse seiner Forschungen in der Natur.

Im Jahr 1786 entschliet sich Goethe, vor allem aus Frust aufgrund nicht eingetretener, aber erhoffter Erfolge, seine politische Ttigkeit zunchst ruhen zu lassen. Zudem erkennt er, dass er aufgrund dieser Ttigkeit sich hinsichtlich seiner schriftstellerischen Arbeiten nicht voll ausleben kann, da die Zeit einfach zu begrenzt ist. In diesem Jahr verlsst er Weimar und geht nach Rom. Dies ist die Geburt der Weimarer Klassik. Im Folgejahr bereist er in Italien Neapel und Sizilien. In dem sdeuropischen Land lernt er Johann Heinrich Meyer und Karl Philipp Moritz kennen.

Nach seiner Auszeit (whrend dieser Zeit schrieb er auch nicht sehr viel) kehrt er 1788 nach Weimar zurck. Seine Selbstfindungsphase hat ihm gezeigt, dass er sich nun mehr und mehr als Knstler und Dichter sieht. Als er dies dem Herzog erffnet, wir er seiner politischen mter enthoben.

Durch den Schriftsteller Christian August Vulpius macht er die Bekanntschaft mit dessen Schwester Christiane, in die er sich verliebt. Da Goethe selber aber nun bereits dem Adelsstand angehrt und seine Angebetete eine Brgerliche ist, wird diese Verbindung gesellschaftlich verurteilt. Seine "Erotica Romana" (verffentlicht 1795) werden aufgrund der zu groen Freizgigkeit fr die damalige Zeit scharf kritisiert. Ein Jahr spter zur Zeit der beginnenden Franzsischen Revolution stellt er sein Dichterdrama "Torquato Tasso" fertig. Ein weiteres Jahr darauf beschftigt er sich auch in "Venetianische Epigramme" mit diesem Thema. Zudem beleuchtet er dort auch Italien von einer negativen Seite, wo er im selben Jahr wieder einmal war. Als weiteres naturwissenschaftliches Werk von ihm entsteht das Buch "Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklren", in welchem er Newtons Theorie der Farbenlehre widerlegen will.

Im Jahre 1791 bernimmt er die Ttigkeit als Direktor des Hoftheaters, welche er bis ins Jahr 1817 ausbt. Zudem wird er Leiter des Freien Zeicheninstituts und auch Mitglied in diversen Kulturkommissionen. Wenige Jahre spter, im Jahre 1794 macht er die Bekanntschaft eines weiteren groen deutschen Dichters und Denkers seiner Zeit, Friedrich von Schiller. Von nun an beginnt eine wechselseitige Beeinflussung dieser beiden Persnlichkeiten bei der Schaffung neuer Werke. Zudem arbeiten sie gemeinsam an einer Fachzeitschrift mit dem Titel "Die Horen".

1795 gelingt es u. a. durch die Mithilfe von Goethe und Schiller, den Vertrag von Basel auszuhandeln, welcher dem Groherzogtum fr 10 Jahre einen Friedensstatus garantiert. Als erstes gemeinsames Werk der beiden Dichter entsteht ein Jahr spter der Musenalmanach. Das auch heute noch sehr populre Gedicht "Der Zauberlehrling" folgt im Jahre 1797.

Mit der Jahrhundertwende kreirt Johann Wolfgang von Goethe sein erstes Festspiel, welches zum Geburtstag Anna Amalias, der Mutter der Herogin aufgefhrt wird. Dieses trgt den Titel "Palophron und Neoterpe". 1803 folgt das Werk "Die natrliche Tochter", welches sich thematisch mit der Franzsischen Revolution befasst. Im gleichen Jahr intensiviert er auch seine Zusammenarbeit mit Friedrich von Schiller. So ensteht im gemeinsamen Zusammenwirken das Theaterstck "Die Braut von Messina". Nur zwei Jahre spter findet diese fruchtbare berufliche Partnerschaft durch den Tod von Schiller leider ein Ende. Dies ist zugleich auch das Ende der Zeit der Weimarer Klassik und Goethe widmet sich nun mehr und mehr der Romantik.

Im Jahre 1806 erfolgt endlich trotz aller Kritiken die Eheschlieung mit Christiane Vulpius. Im Jahre 1808 erschafft er mit "Pandora" sein zweites Festspiel nach "Palophron und Neoterpe". Zudem schreibt er den heute noch sehr berhmten "Faust".

Ab dem Jahre 1809 beginnt er mit seiner Autobiografie, die den Titel "Dichtung und Wahrheit" erhlt. Insgesamt gelingen ihm bis zu seinem Tod drei vollstndige Teile dieser Biografie. Der vierte Teil wird von ihm leider nicht mehr vollendet.

Ab 1815 widmet sich Goethe wieder der Politik. Er leitet den Bereich "Anstalten fr Wissenschaft und Kunst" und wird zudem Staatsminister. Nur ein Jahr spter verstirbt seine Ehefrau Christiane. Nach "Um Mitternacht" (1818) arbeitet er in den Jahren 1819 bis 1825 an "Annalen meines Lebens".

andere Personen


Friedrich von Schiller - Heinrich Gbel - Johann Heinrich Pestalozzi - Ralph Gawlick